Gut vorgelesen, aber wohl aufgrund des Themas endlose Namensaufreihungen, die meisten Könige heißen gleich, keine Spannung in der Erzählung.
Von daher eher ermüdend, ich finde es schade um die Zeit.
Auf den Spuren des englischen Mittelalters mit Frau Gablé; an sich ist das nichts Neues mehr. Aber statt einen Roman zu schreiben, hat sich Frau Gablé hier an einem Sachbuch versucht und dies auch mit Bravour gemeistert. Das Buch trägt den Untertitel “Eine kurzweilige, aber nützliche Geschichte des englischen Mittelalters”, und genau das ist es: unglaublich kurzweilig und dabei trotzdem vollkommen nützlich! Wir hören von den Angelsachsen, dem Einfall der Normannen unter William the Conqueror, dem 100-jährigen Krieg und den Rosenkriegen. All diese Begebenheiten werden mit unglaublich viel Charme und Geschick erzählt, ab und zu verliert man den Überblick, aber Frau Gablé schafft es immer wieder mit kleinen Querverweisen zu zeigen, wo wir uns befinden und mit wem wir uns beschäftigen. Ihr Schreibstil ist wieder einmal total mitreißend, besonders, dass sie den Leser persönlich anspricht, gefiel mir gut. Das Beste aber an diesem “Geschichtsbuch” ist, dass Frau Gablé Geschichte lebendig werden lässt durch kleine Anekdoten über die Personen in der damaligen Zeit. Zudem trifft man auf liebgewonnene Personen aus ihren Romanen, die natürlich auch hier ein Rolle spielen; somit kann man sich noch besser in das Mittelalter in England hineinversetzen. Ein Muss für Geschichtsinteressierte und Gablé-Fans.In Ihrem Geschichtsband Von Ratlosen und Löwenherzen erzählt Rebecca Gablé die Geschichte des englischen Mittelalters!
Unterhaltsam und informativ zeigt Gablé, wer in der Zeit der angelsächsischen Besiedlung bis zum Ende der Rosenkriege wann und wie regiert hat, welche Auseinandersetzungen es inner- und außerhalb Englands gab, teils auch wie das Leben der einfacheren Leute ausgesehen haben könnte.
Das Buch ist (leider) nicht sehr umfangreich und leicht zu lesen.
Für alle Fans des englischen Mittelalters, die Geschichte nicht studieren wollen, absolut empfehlenswert.Das englische Mittelalter etwas salopp dargestellt. Ein leichter Einstieg in eine komplizierte und komplexe Materie der Herausbildung Europas, wie wir es heute erleben und erfahren. Éin Sachbuch der erfolgreichen Autorin historischer Romane? Warum nicht. Vor allem, wenn es sich so hervorragend in die Thematik ihrer Bücher einfügt. Eine Geschichte des englischen Mittelalters voller überraschender Erkenntnisse – dargeboten auf eine wunderbar lesbare Weise.
So kann man dieses schmale Bändchen genießen als eine fundierte Geschichte, als Sachbuch, aber auch als “Begleitbuch” zu den historischen Romanen der Rebecca Gablé.
Außerdem bestätigt das Buch das, was man ohnehin weiß: Die Gablé kann erzählen. Kurzweilig und überaus nützlich.
Gönnen wir ihr die kleine Auszeit. Nach sechs fast schon obligatorischen Tausendseitern, mittelalterliche Blockbuster allesamt, mit denen Rebecca Gablé ihre Fangemeinde in den letzten Jahren verwöhnte, folgt nun die wohlverdiente Verschnaufpause. Und wie sieht die bei einer Literaturwissenschaftlerin, Fachfrau in Sachen Mediävistik und passionierten England-Reisenden wohl aus? Richtig! Sie schreibt ein Sachbuch übers Mittelalter in England. Und fängt sogleich an, den etwas verwaschenen Begriff zeitlich zu fixieren: Von der Völkerwanderung Ende des 3. Jahrhunderts bis zur Verbreitung des Buchdrucks Ende des 15. Jahrhunderts. Basta! Kein geringes Vorhaben auf gerade mal 230 Seiten. Doch Frau Gablé erweist sich auch in der kleinen Sachbuchform als Meisterin. Alles begann im 4. Jahrhundert mit dem Abzug der Römer, die genug Trouble in der Heimat hatten. Wilde Pikten und Scoten hatten sich überdies auf dem neblichten Eiland als lästige Wanzen erwiesen. Die zurückgebliebenen britischen Kelten hatten aber am römischen Lifestyle nicht wenig Gefallen gefunden. So ging’s los. Um sich nun ihrerseits die blauen Barbaren aus dem kargen Norden vom Halse zu halten, engagierten sie Kampfverbände aus Norddeutschland – und schon waren sie da – die Angelsachsen. In diesem Stile lässt sich Geschichte erfolgreich vermitteln. Nicht einschläfernd, forsch bis kess im Ton. Nichts weniger zeichnet eine Bestsellerautorin aus! Vom „Volk der Angeln“ und ihrem „Engla-Land“, über Alfred den Großen, Englands sagenhaften ersten King, der 878 den Dänen den Garaus machte, bis hin zu Herrschern, deren Namen Sven Gabelbart, Edmund Eisenseite oder Harald Hasenfuß eher unfreiwillig komische Naturen verhießen; oder dem frühen Gotteskrieger Richard Löwenherz, der hinter deutsch-österreichischem Gemäuer vor sich hinfaulte -, Madame Gablé wartet zur Auflockerung ihrer Geschichtsstunde mit allerlei Kuriosa und Skurrilitäten auf. Dies verheißt eine Menge Lesespaß, zugunsten dessen die historische Akkuratesse bei der Fülle des Materials bisweilen schmunzelnd übersehen werden sollte. Kleine, aber hübsche verlegerische Serviceleistung: Das Buchcover lässt sich zum königlichen Stammbaum entfalten. Und nach der Lektüre wird man wenigstens einige der sprichwörtlichen britischen Schrullen etwas besser verstehen. Dermaßen präpariert, freuen wir uns auf den nächsten großen Gablé-Wurf.–Ravi Unger. read more.